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03|Erdkabel

Natur gerettet! Hochspannung entschärft.

Die drohende 110kV-Freileitung wurde erfolgreich begraben.

 

    Gemeinsam mit der Bürgerinitiative und der Bevölkerung haben wir die Strommasten verhindert und die Kabel unter die Erde gebracht!

    Daran arbeiten wir aktuell:

    Trotz mehrmaligem Urgierens stehen die versprochenen Ersatzpflanzungen seitens Netz Burgenland um das Umspannwerk leider noch aus. Wir bleiebn aber dran!
    2018 wurde die bestehende 20kV Trasse unter die Erde verlegt. Einige Masten wurden als Ansitze für Greifvögel belassen um deren Ansiedlung im Natura2000 Gebiet zu unterstützen.

    Wann und Warum - die Hintergründe

    Die Netz Burgenland plante bereits 2015 auf dem Gebiet der Freiäcker jedoch auf dem Hotter von Bruckneudorf die Errichtung eines Umspannwerkes für die Ableitung des Stromes aus mehreren Windparks. Dieses sollten über eine 110kV-Hochspannungsleitung an das übergeordnete Stromnetz angeschlossen werden, welche als Freileitung quer über die Freiäcker und dann weiter in Richtung Böhm-Teich zum bestehenden Umspannwerk Parndorf geführt werden sollte.

    Da die Freiäcker für die Parndorfer Bevölkerung ein wichtiges und beliebtes Naherholungsgebiet darstellen und dort zudem viele Vogel- und Wildtierarten beheimatet sind, regte sich rasch Widerstand gegen dieses Projekt innerhalb der Bevölkerung und auch bei einigen LIPA Mitarbeitern.

    Angeregt durch die LIPA Mitarbeiter Stefan Vestl und Wolfgang Daniel wurde auf Antrag der LIPA im Gemeinderat, nach anfänglichem Unverständnis und Diskussionen aller anderen politischen Fraktionen, die Unterstützung der Gemeinde für das Anliegen der bereits gebildeten Bürgerinitiative herbeigeführt, um dieser Angelegenheit noch mehr Gewicht zu verleihen.

    Doch selbst gegen die Gemeinde ging der Energiekonzern in den offenen Konflikt. Die Netz Burgenland stellte über Ihre Rechtsanwälte einen Antrag auf Enteignung der von der Überspannung betroffenen Grundstücke, welche sich im Besitz der Gemeinde Parndorf befinden und von dieser nicht freigegeben wurden!

    Aufgrund der Unterstützung durch die LIPA und dem damit verbundenen gemeinschaftlichen Auftreten von LIPA Mitarbeitern mit den Bürgeraktivisten, konnte schlussendlich die 110kV Freileitung über die Freiäcker verhindert werden!

    Es wurde gemeinsam eine naturverträgliche Trassenführung, welche überwiegend neben Bahn und Industrieansiedlung (ARI Baustahlwek) verläuft entwickelt, wobei nun im Gebiet der Freiäcker ein Erdkabel verlegt wird. Die bestehende 20kV Freileitungstrasse wird abgebaut und als Erdverkabelung geführt..

    Schlussendlich wurde 2017 nach einen Beschluss des Gemeinderates und auf Initiative des Umweltausschusses das bestehende „Örtliche Entwicklungskonzept“ neu aufgerollt um das Gebiet der Freiäcker als „Schutzzone“ auszuweisen, vor zukünftiger Verbauung freizuhalten und endgültig als Naherholungsbiet für die Parndorfer Bevölkerung zu sichern.

    DER BEITRAG DER LIPA

    • Initiierung der Arbeistgruppe
    • Verhandlungsführung mit Energie Burgenland
    • Ausarbeitung von Alternativ-Vorschlägen
    • Protestkundgebung gemeinsam mit Bürgerinitiative Parndorf
    • Überzeugung der ander anderen Gemeinderatsfraktionen (dies haben davor 2mal die Freileitungsvariante beantragt)
    • Einschaltung weiterer Institutionen
    • Verhandlungsführung mit Land Burgenland
    • Kontrolle der Umsetzung

     

     

    WEITERE BILDER

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